Übungen per Videokonferenz

Stefan Niedermann -

Die aktuelle gesundheitliche Situation rund um COVID-19 / Corona erfordert auch bei der Feuerwehr Aurachhöhe ein Umdenken und einige Änderungen. Da das Feuerwehrhaus außer in Notfällen nicht betreten werden darf, fallen derzeit Übungen, Arbeitsdienste sowie alle weiteren Zusammenkünfte für Bambini, Jugend und Aktive aus.

Um die Zeit zu Hause zu überbrücken und dabei die vielen Fachkenntnisse nicht zu verlieren, die wir uns in den vergangenen Jahren angeeignet haben, haben wir Anfang April als Versuchsballon eine „Online-Übung“ organisiert. Diese war mit ca. 10 Teilnehmern ein voller Erfolg, den wir seither fortführen. Nachdem wir bereits zwei eher „trockene“ Theorie-Themen (Verkehrsabsicherung und Dekontamination) abhandeln konnten, die wir üblicherweise im Winter einschieben, konnten wir Anfang Mai dann eine praxisnahe Übung im Bereich „Fahrzeugkunde“ abhalten.

Online-Übung im Mai 2020
Live-Bild aus dem Feuerwehr-Haus in einer Online-Übung

Unter entsprechenden Hygienemaßnahmen verschaffte uns der Gerätewart ein Livebild aus der Fahrzeughalle und ermöglichte es so, den Wissensstand rund um unser HLF 10 am „lebenden“ Objekt zu erneuern.

Inspiriert wurden wir zu diesem Vorgehen von der Freiwilligen Feuerwehr Rohr die ebenfalls nach diesem Prozedere verfährt. Aufgrund des guten Verlaufs integrieren wir inzwischen auch die Jugendfeuerwehr in dieses Übungsverfahren.

Selbstverständlich ist uns allen bewusst, dass eine Videokonferenz keine echte Übung ersetzen kann. Jedoch kann so der Bezug zur Feuerwehr und das Know-How gewahrt werden und hoffentlich die derzeitige Übungs-Lücke lange genug überbrücken, um im Ernstfall weiterhin professionell handeln zu können.

Als technische Basis verwenden wir Skype. Dieser Dienst ermöglicht es seit einiger Zeit, öffentliche Besprechungen anzubieten, sodass kein Teilnehmer gezwungen ist, sich einen Skype-Account zu registrieren oder Skype zu installieren. Zur Teilnahme ist lediglich der Edge- oder Chrome-Browser notwendig. Derzeit untersuchen wir den Einsatz von datenschutzfreundlichen Alternativen, etwa Jitsi.

Bei Fragen zur technischen Umsetzung oder bei Interesse einer gemeinsamen Übung kann jederzeit gerne auf Stefan Niedermann zugegangen werden.